Innehalten vor dem Kommentieren – gerade online

…ob es nicht hilfreich für die Kommunikation untereinander wäre, wenn wir wieder mehr offline miteinander sprechen statt online zu kommentieren und dies für einen passenden Ersatz halten.

…und ob es nicht hilfreich wäre, wenn wir mal kurz innehalten, wenn wir online kommentieren, was jemand gesagt oder getan hat.

Ich bin per Email und erst recht in den sozialen Medien schnell dabei, zu kommentieren, Urteile zu fällen und die Emotionen in meinen Antworten hochzukochen. Das geht viel schneller von der Hand, als wenn ich im direkten Kontakt mit jemand bin.

Warum eigentlich?

Ich nehme an, dass es mir leichter fällt, grob zu sein, weil ich die Person, die Empfänger meiner Worte ist, nicht kenne. Sie ist anonym, selbst wenn sie einen echten Namen statt eines Pseudonym hat, selbst wenn sie in einer Funktion (z.B. im Kundenservice) meine Worte zu lesen bekommt. Das ist einfach: ich kenne diese Person meist nicht persönlich, werde sie nicht treffen und sie hat keine Bedeutung für mein Leben. Also gebe ich mir weniger Mühe.

Was kann helfen?

Hm, ich könnte versuchen, die Kommunikation online weniger dafür zu nutzen, Dampf abzulassen und ich könnte versuchen, meine Meinungen wieder mehr offline zu diskutieren als online.

Mal schauen, ob es mir gelingt, mehr innezuhalten, wenn ich mich an einen Menschen wende, den ich nicht kenne.

Chutchonn! sagen die Westfalen (heißt soviel wie „Lasst es Euch gut gehen“)